Rückblicke
Grenzschilder wurden aufgestellt (2023)
Während Alsleben (Saale) im früheren Mittelalter zu Anhalt gehörte, fiel der Ort mit der Reformation im 14. Jahrhundert zusammen mit Aschersleben an das Stift Nienburg und später an die Wettiner und damit zum Kurfürstentum Sachsen. Durch die Zugehörigkeit zum Erzbistum Magdeburg = Provinzhauptstadt fiel Alsleben (Saale) endgültig an Sachsen.
Alsleben (Saale) war Grenzstadt zwischen der preußischen Provinz Sachsen und Anhalt. Die Provinz Sachsen wurde durch das aus mehreren Teilstücken bestehende Herzogtum Anhalt gespalten.
Im 17. Jahrhundert wäre Alsleben (Saale) fast wieder an Anhalt gefallen, wenn der Tausch der Exklave Großalsleben (Anhalt-Dessau) gegen Alsleben (Saale) zustande gekommen wäre. Dies war im Zusammenhang mit der Übernahme des Erzstifts Magdeburg an Brandenburg geplant.
Zwei Grenzsteine z. B. in der Flur zwischen Alsleben (Saale) und Schackstedt am sogenannten „Paradies“ sind heute noch Zeitzeugen des Grenzverlaufs und tragen die Jahreszahl 1837 sowie die Abkürzungen HAB (Herzogtum Anhalt-Bernburg) und KP (Königreich Preußen).
In der Nähe dieser und weiterer Grenzsteine in der Umgebung von Alsleben, Groß Wirschleben, Bründel und Schackstedt wurden Hinweis- und Erläuterungstafeln zur Darstellung des alten anhaltinischen Grenzverlaufs aufgestellt.

