Rückblicke
Stolpersteine
Am 1.12.2017 wurden zwei Stolpersteine vor dem Haus Burgstraße 22 gelegt. Eine europaweite Aktion eines Kölner Künstlers zum Gedenken an die NS-Opfer. Bisher gibt es insgesamt mehr als 90.000 solche Steine.
Ab 1941 mussten diese Menschen den Judenstern tragen. Sie durften in der NS-Zeit keine öffentlichen Einrichtungen besuchen. Die jüdischen Menschen waren zumeist Kaufmannsfamilien und eine unterdrückte Minderheit hier im Land. Die absolute Verfolgungszeit brach mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten herein.
In Alsleben (Saale) lebten wenige Menschen jüdischen Glaubens. Eine bekannte Jüdin war Hedwig Burgheim, die in Alsleben geboren ist (1887) und im KZ ihr Leben verlor. Sie war eine bekannte Pädagogin. In der Burgstraße 22 war ein Laden der jüdischen Familie Rosenberg, die auch enteignet wurde. Anna Rosenberg und ihre Tochter Minna wurden 1942 ins KZ verbracht.
Pflanzen für den Planeten und für unsere Heimatstadt Alsleben (Saale) sowie Umzug der Steinschlange
Wenn nicht wir, wer dann. Am Anfang war ein Gedanke, der schnell Zuspruch fand und letztlich umgesetzt werden konnte. So hatte das Freibad in Alsleben (Saale) am 11. Juni 2020 einen Baumnachwuchs bekommen. Heimatverein und Grundschüler der Arbeitsgruppen „Junge Poeten“ und „Schach“ pflanzten eine Wild-Birne. Mit kurzen Gedichtzeilen überbrachten die Kinder dem Bäumchen die besten Wünsche für ein gutes Wachstum.
Salzländer Kulturstempel
Der Heimatverein Alsleben (Saale) e. V. hatte sich in den Jahren 2021 und 2022 bei der Salzlandsparkasse erfolgreich dafür eingesetzt, dass am Wasserturm und am Rathaus jeweils eine Sonderstempelstelle des Salzländer Kulturstempels errichtet wird und dieses in Eigenregie umgesetzt. Unsere Schiffer- und Mühlenstadt ist es wert, durch diese Aktion Touristen auf sich aufmerksam zu machen. Oft verlassen Fahrradfahrer den Saaleradweg kurz, um sich die beiden Sonderstempel in ihr Sammelheft zu drücken. Durch den Bootsanleger in Alsleben (Saale) hat sich die Zahl der Besucher weiter erhöht.
Grenzschilder wurden aufgestellt (2023)
Während Alsleben (Saale) im früheren Mittelalter zu Anhalt gehörte, fiel der Ort mit der Reformation im 14. Jahrhundert zusammen mit Aschersleben an das Stift Nienburg und später an die Wettiner und damit zum Kurfürstentum Sachsen. Durch die Zugehörigkeit zum Erzbistum Magdeburg = Provinzhauptstadt fiel Alsleben (Saale) endgültig an Sachsen.
Alsleben (Saale) war Grenzstadt zwischen der preußischen Provinz Sachsen und Anhalt. Die Provinz Sachsen wurde durch das aus mehreren Teilstücken bestehende Herzogtum Anhalt gespalten.
Im 17. Jahrhundert wäre Alsleben (Saale) fast wieder an Anhalt gefallen, wenn der Tausch der Exklave Großalsleben (Anhalt-Dessau) gegen Alsleben (Saale) zustande gekommen wäre. Dies war im Zusammenhang mit der Übernahme des Erzstifts Magdeburg an Brandenburg geplant.
Zwei Grenzsteine z. B. in der Flur zwischen Alsleben (Saale) und Schackstedt am sogenannten „Paradies“ sind heute noch Zeitzeugen des Grenzverlaufs und tragen die Jahreszahl 1837 sowie die Abkürzungen HAB (Herzogtum Anhalt-Bernburg) und KP (Königreich Preußen).
In der Nähe dieser und weiterer Grenzsteine in der Umgebung von Alsleben, Groß Wirschleben, Bründel und Schackstedt wurden Hinweis- und Erläuterungstafeln zur Darstellung des alten anhaltinischen Grenzverlaufs aufgestellt.

